
Angst, was ist Angst eigentlich? Ein Ausdruck der Schwäche? Ein Ausdruck der Stärke? Stärke in sofern, dass man zugibt dass man Angst hat. Insofern sind nicht sehr viele Menschen stark, denn ich kenne kaum einen Menschen der es zugibt Angst zu haben. Tja... Angst. Ein Gefühl? Eine Emotion? Oder doch einfach nur ein Wort?
Man kann vor vielen Dingen Angst haben. Oft sind es Nebensächlichkeiten, die plötzlich so wichtig und mächtig und erschreckend wirken, dass man Angst bekommt. Nebensächlichkeiten? Eigentlich besteht das ganz Leben aus Nebensächlichkeiten. Muss man also vor dem leben Angst haben?
Hat der Mensch Angst vorm Leben? Oder doch eher vorm Tod? Was ist denn nun erschreckender? Das Leben, dass man ja immer oder besser gesagt Zeit seines Lebens erleben muss, oder der Tod der gezwungener Weise, auf alle Fälle früher oder später eintreten wird?
Ich denke das Leben ist erschreckender, denn der Tod kommt garantiert, das Leben aber, das kann und wird sich verändern. Alles verändert sich. Die Veränderung geht heute schneller wie je zuvor, das höre ich zumindest von den Medien, aber veränderten sich die Standarts und Alles was zum Leben gehört nicht vor 100 Jahren genauso schnell?
Veränderung. Hab ich Angst vor Veränderung? Ja. Man lebt in seinem gewohnten Umfeld und hofft, dass sich nichts ändert, da ja alles grade perfekt zu sein scheint, und versucht diese scheinbare Zufriedenheit aufrechtzuerhalten. Plötzlich merkt man aber, dass es langweilig ist, immer zufrieden zu sein. Man wird unzufreiden. Wie jetzt? folgt auf die Zufriedenheit immer zwangsweise die Unzufriedenheit?
All das wirkt auf mich so furchtbar oberflächlich, so ungreifbar, nicht tiefgreifend genug als das es Wert wäre darüber nachzudenken. Ich denke trotzdem drüber nach.
Ich befürchtete immer einmal eingebildet zu sein, hochnäsig oder gar arrogant zu wirken... wenn ich jetzt drüber nachdenke, dann seh ich mich als arrogant, weil ich überhaupt darauf geachtet hab oder immer noch darauf acht was andere von mir denken. Obwohl arrogant doch nicht das richtige Wort zu sein scheint. Es ist einfach die Gesellschaft die die Menschen, jeden einzelnen zu einer äusserlichen Welt werden lässt. Scheiß Äusserlichkeiten! Oft sind Äusserlichkeiten der Grund für Schmerz bei Leuten die nicht zufrieden sind.
All des Geschwafel bringt mich trotzdem nicht auf den Punkt.Hmmmmmm. was ist eigentlich der Punkt? Ich mein ich philosophier hier vor mich hin und denk und denk und schreib und schreib und irgendwie is es voll sinnlos und es wird eh keinen kratzen, was ich hier zusammenschreibsel.Naja ich schreib trotzdem mal weiter.
Um nochmal auf den Schmerz zurückzukommen, also viele Menschen fürchten Schmerz und verkriechen sich in ihrer Wohnung und warten darauf... hm. Worauf eigentlich? Vielleicht auf die Erlösung vor der Angst? Naja ich denke Menschen mit seelischem Schmerz haben es mindestens genauso schwer wie Menschen mit körperlichem Schmerz, wobei seelischer Schmerz auch aus körperlichem Schmerz resultieren kann. Aber kann man die Befürchtung einmal Schmerzen zu haben ob körperlich oder seelisch als echte Angst bezeichnen?
Ist Angst nicht das gegenwärtige, hm, ok. asoziieren wir mal: Angst ist das Gegenwärtige und Befürchtung ist das Bevorstehende, wobei, hm, Mist. Des geht net, des vermischt sich die ganze Zeit. Nagut dann belassen wirs bei der allgemeinen Angst.
Manche Menschen haben Angst vor der Angst selber. Ich gehör da auch dazu. Angst ist irgendwie scheiße. So sinnlos.
Ich glaube am meisten Angst hab ich davor, allein zu sein. Oder besser gesagt davor mit den falschen Leuten NICHT allein zu sein. Manchmal ist man allein und ist glücklich darüber, da die Menschen mit denen man nicht allein wäre, die falschen Menschen sind. Der falsche Umgang oder die falschen Gründe für den Umgang sind tödlich. Sie können eine runterreissen, und man kommt nicht mehr weg, ohne Hilfe zumindest nicht. Wobei Hilfe eine art Verpflichtung ist. Einer hilft dir, du bedankst dich, weißt aber ganz genau, dass des wörtliche Danken ganz und gar net ausreicht. Man fühlt sich verpflichtet und bekommt Angst seinen Pflichten nicht nachkommen zu können.
"Sein oder nicht sein" schrieb Shakespeare, und beachtete dabei nicht, dass viele Menschen diesen Ausspruch einmal unbewusst als den entscheidenden Satz ihres Lebens sich stellen werden, kurz bevor sie von einer Brücker oder einem Hochhaus springen, kurz bevor sie den Strick um den eigenen Hals legen, kurz bevor sie die das Messer an die Ader legen, kurz bevor sie die Waffe an ihren Kopf halten, kurz bevor sie die Tabletten runterschlucken... Sie alle denken sich: Wird man mich vermissen? -bestimmt nicht. Wird es überhaupt jemand bemerken?-vielleicht wenn es anfängt vor Verweseung zu stinken. Wird das Leben für die anderen genauso weitergehen wie bisher oder werden sie endlich bemerken, dass sie es zuweit getrieben haben?-warscheinlich werden sie denken, ich war nur n Abgedrehter, was solls.
Tja wenn man das ganze zusammenfasst, bemerkt man, dass der Ausdruck "man" eigentlich auf mich bezogen ist wobei ich mich in vielen Fällen wirklich auf andere beziehen wollte, was aber eigentlich nicht geht, denn ich befürchte ich kann mich nicht in andere reinversetzen und kann deswegen nur von mir ausgehn und natürlich noch von den Medien, aber niemals von den Befürchtungen von euch...
